Darum dauert es manchmal etwas

Keine Angst wir sind nicht eingeschlafen!  Wir prüfen Ihre Rezepte auf Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, Gegenanzeigen, ob Sie nicht zweimal den gleichen Wirkstoff einnehmen und vor allem, dass Sie richtig versorgt sind  -  das machen wir gerne!

 Aber der Gesetzgeber hat uns auch dazu verpflichtet zu prüfen:

- ob alle vorgeschriebenen Angaben drauf sind

- ob die Gültigkeitsdauer überschritten ist

- ob Datum und Unterschrift des Arztes drauf sind

- ob die Betriebstätten- und Arztnummern übereinstimmen

- ob das Rezept gefälscht sein könnte

- ob wir Ihnen ein Importarzneimittel geben müssen

- ob wir Ihnen eine “Kassen-(Rabatt-)vertragspille” geben müssen

- ob die “Kassenvertragspille” lieferbar ist

- ob wir Ihnen was Billigeres geben müssen

- ob Sie zuzahlungsbefreit sind

- ob Ihre Arzneimittel zuzahlungsfrei sind

- ob Sie sogar aufzahlen müssen

- ob wir Ihr Rezept überhaupt beliefern dürfen

- ob Ihre Kasse überhaupt zahlt,

- ob alle Kreuze vom Arzt richtig gesetzt sind 

- ob es noch irgendeinen anderen bürokratischen Unsinn gibt,

  auf den wir prüfen müssen. ..............................

 und das

dauert, dauert, dauert, dauert, dauert, dauert...

In Deutschland wird der  Arzneimittelpreis von der Pharmaindustrie diktiert. 64,2% der Arzneimittelkosten gehen an die Hersteller, 3,7% an den Großhandel und 16,1% bekommen die Apotheken für alle ihre Leistungen. Das ist europäischer Durchschnitt. Weit überdurchschnittlich dagegen sind die 19% MWSt-Anteil, die unser Staat kassiert.

Um ihre Ausgaben für Arzneimittel zu senken haben viele Krankenkassen mit verschiedenen Arzneimittel-herstellern Rabattverträge abgeschlossen. Das ist grundsätzlich nicht der falsche Weg. Leider wurden die Verträge mit Herstellern abgeschlossen, die nicht immer, wie wir es früher gewohnt waren, pünktlich und ausreichend liefern können und deren Generika (Nachahmerpräparate) nicht ganz den von Ihnen gewohnten entsprechen.

Die Apotheken wurden gesetzlich verpflichtet, nur die Arzneimittel abzugeben, die die jeweilige Krankenkasse mit Pharmaherstellern vereinbart hat und nur dann wenn oben aufgeführten Punkte zu 100% erfüllt sind. Die Apotheke hat keine Möglichkeit mehr unbürokratisch zu helfen, da der Apotheker sich sonst strafbar macht und die Krankenversicherung das Rezept nicht erstattet, auch nicht den Einkauf („Nullretaxation“)  – auch wenn der Patient dazu bereit wäre einen Aufpreis für sein gewohntes Präparat zu zahlen. Nur der Arzt kann über Ausnahmen entscheiden, muss sich dann aber in Wirtschaftlichkeitsprüfungen rechtfertigen. Durch den umständlichen bürokratischen Mehraufwand müssen die Patienten jetzt leider  längere Wartezeiten und andere Ärgernisse in Kauf nehmen.

Wir versuchen jedoch diese Probleme schnell und zuverlässig zu lösen und erklären gerne warum die gewohnten Pillen jetzt bei gleichem Wirkstoff eine andere Farbe aber z.B. nicht teilbar sind und warum das Rezept vom Arzt geändert werden muss. Wenn Sie in der Apotheke eingeschriebener Stammkunde sind, können wir mit Hilfe unserer EDV  garantieren, dass Sie das richtige Arzneimittel mit dem gewohnten Wirkstoff bekommen. Den Apotheken mit dem roten A können Sie vertrauen.

 Wir leiden mit Ihnen unter dem bürokratischen Wahnsinn

bitte beschweren Sie sich nicht bei uns,

sondern wenden sich an Ihren politischen Abgeordneten

 oder an Ihre Krankenkasse

Ihr GROPIUS – APOTHEKEN Team